In der Musiksprache bezeichnet man einen Begleiter als unterstützenden Künstler. Ein guter Begleiter ist Teil des Ganzen, wobei „gut“ Qualitäten wie Können, Verständnis, Wissen und Ausbildung umfasst. Ein weiteres Merkmal eines Begleiters soll hier jedoch hervorgehoben werden: Der Begleiter ist nicht eine Person, sondern ein Instrument.
Die Kunst des Tabla-Spiels hat so viel Anerkennung gefunden, dass sie sich weltweit zu einem Instrument für Solo- und Begleitmusik entwickelt hat. Als jüngstes der klangvollen Instrumente hat sie das Privileg, sich nicht in der Moderne zu entwickeln; dennoch zeugt sie von der Empörung vergangener Zeiten, als Tabla-Spieler als Bürger zweiter Klasse galten. Diese neue Generation hat sich als bewundernswert erwiesen, indem sie über ihren Tellerrand hinausschaute.
Eine Zivilisation, die das Beste aus den Traditionen und der Kultur ihrer Nachbarn aufgenommen hat, behauptet sich inmitten der tückischen Veränderungen. Niemand außer uns hat die Schatten des Wandels gespürt, die von der Zeit der Porus bis zu den Briten auf uns fielen. Der Subkontinent ist stolz darauf, ein besonders anpassungsfähiges Beispiel einer lebendigen Zivilisation zu sein. Verschiedene Kulturen wurden in unterschiedlichen Formen in den verschiedenen Regionen unseres Territoriums aufgenommen und integriert. Die Tabla ist so wandelbar, dass sie sich jeder Ausdrucksform anpasst – ein herausragendes Merkmal ihrer Popularität. Sie gehört zu den wenigen Musikinstrumenten und fast keinem ihrer klassischen Pendants, die sich dank ihrer Fähigkeit, sich mit verschiedenen Musikgenres zu verbinden, weltweit etablieren konnten. In ihrem Ursprungsland Indien ist die Tabla eng mit den traditionsreichen Stilrichtungen Dhurpad, Dhamar, Shastriya: Khayal, Upp-Shastriya: Tappa, Thumari, Dadra, Laghu-Shastriya Bhajan, Geet, Ghazal und sogar Volksmusik verbunden. Die Globalisierung der Musik führte viele unserer herausragenden Künstler in ferne Länder, was zunächst wie eine Büchse der Pandora wirkte. Doch als sie geöffnet wurde, begeisterte sie sowohl Laien als auch Kenner und erntete großen Beifall für Künstler und Begleiter. Es war ein offenes Gespräch, das die gemeinsamen Elemente beider Ausdrucksformen erschloss. Im Laufe der Jahre hat sich die Tabla neben Trommeln, Congas, Tamburin, Pauken, Xylophon, Marimba usw. in den Genres Jazz, Blues, Pop, Funk, Soul und sogar Rock etabliert.